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Sinne und Besinnung - Männliches und Weibliches ins Gleichgewicht bringen!

- Erschienen in der Zeitschrift "Lebens t räume Oktober 2006 -

Wenn wir auf eine leichte Art und Weise eine gute Veränderung in die Familie, Partnerschaften, in das Berufsleben, in das Miteinander bringen wollen, fühle ich, dass es Zeit ist, die Frauen in Ihre wahre Kraft und in ihre bedingungslose Liebe zu bringen.

Warum setze ich bei den Frauen an und was ist eine Frau überhaupt?

Einerseits läuft, wenn wir weit schauen, letztendlich alles auf das Gleichgewicht zwischen Männlichem und Weiblichen heraus, ohne dabei das Männliche und das Weibliche zu verleugnen, in das wir hinein geboren wurden.

Spüren wir in diese Ausgeglichenheit hinein, bemerken wir, dass beide Seiten bei diesem Bild sofort erleichtert aufatmen und wenn wir weiter fühlen, dann spüren wir, dass diese Ausgeglichenheit für beide und für alle anderen wie z.B. die Kinder, angenehm und wohltuend ist.

Schon jetzt kann es beiden Seiten wohl tun, wenn der Übergang dahin kraftvoll und nicht machtvoll passiert
und es in diesem für beide Seiten Kraftvollen endet und auch bleibt.

Denn würden wir machtvolle Veränderungen treffen, dann erfolgen diese Veränderungen z. B. aus der Begehrlichkeit und der Wut von der Frauenseite heraus und von der Männerseite vielleicht z. B. aus der Sorge und Angst heraus und das ist für das Gegenüber und für da in den Blick genommene Ziel alles andere als förderlich, hilfreich und gewinnbringend.

Sind wir dagegen ohne Macht, sondern in unserer Kraft, treffen wir unsere Entscheidungen aus der Berührung mit der Akzeptanz, der Neutralität, der Bereitwilligkeit, des Vertrauens, der Liebe, der Freude und des Friedens heraus. Und diese Entscheidungen sind gute und tragende Entscheidungen.

... und andererseits gibt uns Sri Sri Ravi Shankar für die oben gestellten Fragen - "warum setze ich bei den Frauen an und was ist eine Frau überhaupt?" - folgendes Bild zur Hilfe:

Die Männer sind der Fels und die Frauen sind die Brandung.

Lassen wir dieses Bild wirken, so spüren wir, dass die Männer sehr beständig sind, nämlich der Fels in der Brandung, die Frauen einer ständigen Wandlung unterzogen sind, und dass sich die Frauen immer wieder an dem Felsen brechen, ihn aber auch in einem fort um- spülen und die Ecken und Kanten in einem Teilbereich damit letztendlich abrunden.

Durch dieses Bild ist auch zu erklären, dass wir Frauen, aus unserer wahren Natur heraus und zum Leidwesen der Männer heraus, die Männer laufend verändern wollen und dass die Männer, aus ihrem eigenen Erleben und entgegen der Natur der Frauen, die Frauen gerne so behalten möchten, wie sie zu Anfang waren.

Zusammengefasst lässt sich sagen:
Unsere größte Sehnsucht ist, dass sich alle wohl fühlen und letztendlich jeder in seiner Kraft steht.
Das setzt voraus, dass es letztendlich zu einem Gleichgewicht zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen kommt.
Diese Veränderung kann am leichtesten bei den Frauen und durch die Frauen stattfinden.
Da im Moment immer noch eine im Großen und Ganzen machtvolle Männergesellschaft dominiert, ist es gut, dass die Frauen kraftvoll nachziehen, um das Gleichgewicht überhaupt zu ermöglichen und um anschließend Veränderungen auch in Richtung Kraft und bedingungsloser Liebe bei den Männern zu bewirken.

.................. (kleine Pause)

Tief im Innern wollen die Männer wirklich, dass es uns Frauen gut geht,

.................. (kleine Pause)

aber können die Männer überhaupt wissen, was uns Frauen gut tut?

Wissen wir Frauen überhaupt selbst, wo wir überhaupt hin wollen, und was uns gut tut?

Fühlen, spüren wir Frauen uns überhaupt noch?

Aufgrund beispielsweise
> der Ablehnung der eigenen Mutter und damit der eigenen Weiblichkeit,
> der Vorstellung, die bessere Partnerin des Vaters zu sein und dass der Vater der bessere Partner für einen selbst ist,
> einiger bewusster und unbewusster Ereignisse, mit denen wir Frauen selbst oder unsere Ahnen und damit unter Umständen wiederum wir selbst verbunden sind, wie z. B.

>> Missbrauch,
>> Lieblosigkeit,
>> Haltlosigkeit in der Kindheit,
>> Vergewaltigung,
>> Gewalt,
>> Abtreibung,
>> Fehlgeburten,
>> Totgeburten,
>> Tod der Mutter im Kindbett,
>> weil unsere weiblichen Ahnen schon ihre Weiblichkeit nicht gelebt haben,
>> Kinderlosigkeit,
>> Trennung, Scheidung
>> Unterdrückung,
>> ...,

haben sich in uns einige Stauungen und Blockaden gebildet, die dazu führen, dass wir Frauen uns nicht mehr ganz wahrnehmen können - was unserem Gegenüber dann natürlich erst recht alles andere als möglich ist - und unser ureigenes Leben im Großen und Ganzen fremdbestimmt ist.

Deswegen ist es wichtig, dass wir Frauen uns erst einmal wirklich kennen, fühlen und spüren lernen, zu uns kommen, untereinander und miteinander klarkommen, das Wachstum und damit die Größe haben, auch bei uns kraftvoll bleiben zu können und die Staus, die in uns noch vorhanden sind, angenehm wieder ins Fließen zu bringen.

Sind wir da angekommen, leben wir Frauen

> die Orientierung statt der Orientierungslosigkeit,
> die eigene Veränderung statt den anderen verändern wollen,
> die Leichtigkeit und die Freude statt der Schwere,
> das Verbundensein statt das Abgeschnittenseins,
> das Wahre statt des Falschen,
> das Starksein statt des Sich-stark-machen,
> das Fühlen statt des Nichtfühlens,
> das Spüren statt des Nichtspürens,
> das Freisein statt des Bestimmtwerdens,
> das Eigenständigsein statt des Abhängigseins,
> das Lebendigsein statt des Unlebendigen,
> das Erfülltsein statt des Leerseins,
> das Glücklichsein statt des Unglücklichseins,
> das Wohlfühlen, statt des Unwohlseins,
> ...

und letztendlich die wahre Kraft statt der Macht.

Haben wir all dies verändert, verändert sich automatisch auch unser Gegenüber und dann sind Freundschaften, Partnerschaften, Familien, berufliche Tätigkeiten, eine Gemeinsamkeit möglich, die nicht von der Kraft weggehen oder zu der Kraft hinführen, sondern in der Kraft sind. Barbara Klamser


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"Satt werden", "satt sein", "satt bleiben" in der Partnerschaft

- erschienen in der Zeitschrift Einblick 09/10/2006-

Ein körperliches, geistiges und seelisches "satt werden, sein, blei- ben" in einer Partnerschaft gehört zu den größten Sehnsüchten, die es im Leben gibt.

Wie und wann werde ich nun in einer Partnerschaft satt? Beginnt das "Sattwerden" mit dem Sichverlieben?
In der Regel nein. Das Resultat des "Sich-in-die-Liebe-fallen-lassen" ist, dass ich mich in der Anfangsphase zu sehr selbst verliere und dadurch fließt meine kostbare Energie eher vermehrt von mir weg, ohne entsprechend in einer guten Art und Weise wieder aufgefüllt zu werden, weil ich in dieser Phase zu sehr bei meinem Gegenüber, meinem Seelenpartner, meinem Liebsten, meinen Retter und meinen illusionären Geschichten bin.

Die grundlegende Reihenfolge und Regel für "satt werden, sein und bleiben" gepaart mit einer reizvollen, wohl schmeckenden, sich fort- während verändernden Würze in einer Partnerschaft ist:

Ich liebe mich zuerst auch in der Anfangsphase,
dann liebe ich als zweites meinen Partner
und danach liebe und achte ich das, was mich und ihn führt.
Was bedeutet das?

Es bedeutet, zuerst lebe ich meine Nähe mit mir selbst, auch wenn ich schon mit einem Partner verbunden bin.

Also ziehe ich mich zurück und schaue auf mich, nehme mich wahr, erkenne wo, wann, welche Nahrung ich körperlich, geistig und seelisch brauche, stehe für mich ein und sorge für meine ganz spezielle Nahrungszusammensetzung und Nahrungszuführung, zum Beispiel durch ein gutes Buch, einen Spaziergang in der Natur, eine Massage, ein Freundinnen-/Freundestreffen, ein Stillwerden, eine saure Gurke in der Schwangerschaft oder für was auch immer.

Jedoch können wir einen speziellen und lebens-not-wendigen (die Not abwendenden) Teil unserer speziellen Nahrungszusammensetzung, der uns rund um "satt werden und satt sein" lässt, nur über unsere Eltern und unsere Ahnen bekommen.

Hier ist der Platz für uns, an dem wir bis an unser Lebensende klein und bedürftig sein dürfen, können und sollen, damit wir uns mit der für uns und nur für uns speziell bestimmten Nahrungszusammensetzung wie unserer Eltern-Ahnen-Kraft, unseres Eltern-Ahnen-Haltes, unserer Eltern-Ahnen-Geborgenheit, unserer Eltern-Ahnen-Wärme, unserer Eltern-Ahnen-Rückendeckung, unserer Eltern-Ahnen-Unterstützung, unseres Eltern-Ahnen-Segens auffüllen und so auf eine einfache und wirkungsvolle Art und Weise satt werden. Hier werden die Männer bei ihrem Vater und ihren männlichen Ahnen ganz Mann und die Frauen bei ihrer Mutter und ihren weiblichen Ahnen ganz Frau und können in diesem Zustand mit und in ihrer ganzen männlichen oder weiblichen aufgefüllten und dann überfließenden Kraft und Entfaltung dem gegengeschlechtlichen Partner erst wirklich "satt" begegnen.

Würden unsere Freunde/Freundinnen und unser(e) Partner(in) für die oben beschriebene spezielle Nahrungszusammensetzung aufkommen müssen, wären und sind sie, wie viele es von uns schon erlebt haben, innerhalb kürzester Zeit überfordert, ausgebrannt, stumpf und leer.

Nun können wir denken, dass wir einen Partner in dieser Entwicklungsstufe gar nicht mehr brauchen, um wirklich "satt zu werden, zu sein und zu bleiben". Dies stimmt natürlich nicht. Einerseits liegt die Bereicherung so einer Partnerschaft in der kompletten Andersartigkeit des jeweiligen Partners und damit in der spannenden Ergänzung. Und andererseits kommt, da wir zur Hälfte Vater und zur Hälfte Mutter sind, das Auffüllen der weiblichen Seite in dieser Entwicklungsstufe bei einem Mann, will er ganz Mann bleiben und nicht wieder zum großen Teil Mutters Sohn werden, zum überwiegenden Teil von dem überfließenden Weiblichen der Partnerin, und umgekehrt, kommt der männliche Anteil einer wirklichen Frau dann vermehrt, will sie ganz Frau bleiben und nicht zum großen Teil Vaters Tochter werden, von dem überfließenden Teil der männlichen Energie des männlichen Partners.

Meine Familie - diese zwei Worte lösen bei allen von uns widersprüchliche Gefühle aus. Selten erinnern wir uns an Liebe, Geborgenheit und Halt. Allzu häufig spüren wir Wut, Verbitterung und Enttäuschung und haben noch Vorwürfe in uns.

Mithilfe des Familienstellens können wir im Nachhinein die Ordnung wiederherstellen, die uns einerseits Kind und andererseits erwachsen, eigenständig und ganz Frau oder ganz Mann werden lässt und uns ermöglicht, eine rundum "satt werdende, seiende und bleibende" Partnerschaft zu führen. Dies geht aber nur, wenn wir wirklich hungrig sind und zudem mutig genug, um weiter zu schauen, als uns unsere Geschichten bisher haben blicken lassen.

Stehen wir also mithilfe der Familienaufstellungen mit beiden Beinen gut verwurzelt und aufrecht im Leben und in unserem tatsächlichen geschlechtlichen Sein, dann ist der nächste Schritt, sich auch aufrichtig mithilfe der Kraft, der Wärme, der Geborgenheit und der Rückendeckung unserer Ahnen für sich als Frau oder für sich als Mann einzusetzen.

Dann lebt ein vielfältiges und umfassendes Buffet in der Partnerschaft von dem Miteinanderreden, dem Sprechen über unsere speziellen Gefühle: Freuden, Ängste, Wünsche und Sehnsüchte zum Beispiel. Die Palette dabei ist groß und reichhaltig.

Der Sprachlosigkeit, die allzu häufig in den heutigen Partnerschaften zu finden ist, kann mithilfe wesentlicher Dialoge entgegenwirkt werden. Es handelt sich hierbei um ein regelmäßiges, ungestörtes Gespräch zu zweit von anderthalb Stunden Dauer, bei dem jeder die Gelegenheit hat, jeweils abwechselnd eine Viertelstunde verbal oder nonverbal (nur durch Augenkontakt) nur von sich zu erzählen. Das Thema lautet: Ich erzähle dir, was mich zurzeit am stärksten bewegt - sei es innerhalb oder außerhalb der Partnerschaft.

Diese Zwiegespräche entwickeln, vertiefen und nähren nicht nur die Partnerschaft, sondern selbstverständlich auch Freundschaften, Begegnungen unter Geschwistern und auch berufliche Beziehungswelten.

Lebt man nun zuerst die Liebe zu sich selbst und dann erst die Liebe zum Partner, ist der nächste wichtige Schritt jedem zuzugestehen dem eigenen Lebensweg weiter zu folgen und dem eigenen Wachstum weiterhin Raum zu geben, was der partnerschaftlichen Nahrung natürlich immer eine abwechslungsreiche, nie langweilig und fad werdende Würze verleiht.

Nun lässt sich sagen: "Es gibt drei Qualitäten von Partnerschaftsreisen: Eine Reise von der Liebe und vom "satt werden und satt sein" weg, eine Reise zur Liebe und zum "satt werden und satt sein" zurück und eine Reise in der Liebe, weil beide Partner in einer umfassenden und guten Weise "satt sind und bleiben" und so wohltuende Reisegefährten sind".

"Auf welcher Reise befinden Sie sich mit Ihrem Partner?" Barbara Klamser

"Die seelische Bindung an die Mutter ist sowohl für Söhne wie für Töchter die stärkste Bindung ihres Lebens. Keine andere Bindung im Leben kommt dieser Bindung in ihrer Qualität und Intensität gleich. Keine hat solche weitreichende Konsequenzen für das gesamte Leben eines Menschen. Keine wirkt stärker über viele Generationen als Grundlage für ein glückliches oder unglückliches Leben. Die Mutter-Kind-Bindung ist daher auch die Quelle der meisten seelischen Verwirrungen." Franz Ruppert